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Presseberichte

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Kapellener Kita wird für U3 umgebaut

Vertreter der Stadt und Kirche unterschrieben gestern einen Vertrag. Foto: NGZ Vertreter der Stadt und Kirche unterschrieben gestern einen Vertrag. Foto: NGZ
Grevenbroich (NGZ). Letzte Hand legen die Handwerker am Erweiterungsbau für die U3-Betreuung im Katholischen Kindergarten St. Clemens II an der Josef-Thienen-Straße an: "In sechs Wochen soll der Anbau fertig sein, dann werden die Außenanlagen neu gestaltet", erklärt Erich Broekmann vom Kirchenvorstand der Gemeinde St. Clemens. Er freut sich auf die Fertigstellung: "Der Bau bei laufendem Betrieb war eine Belastung für Kinder, Erzieherinnen und Eltern."
Der Umbau schafft Platz, um 16 Kinder unter drei Jahren zu betreuen. Die Plätze sind nötig, damit die Stadt ab 2013 den Rechtsanspruch der Eltern auf einen Betreuungsplatz gewährleisten kann. Überhaupt ist das seit Jahren geplante Bauprojekt ein Beleg für die Kooperation der Stadt mit dem Seelsorgebereich Niedererft. Da die Fördergenehmigung laut Erstem Beigeordneten Michael Heesch auf sich warten ließ, übernahm die Stadt für den Landeszuschuss zunächst eine Bürgschaft, so dass der Bau starten konnte. Nun fließen rund 288 000 Euro Landesmittel, etwa 70 000 Euro zahlt die Kirche.
Gestern besichtigten Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Pfarrer Heinz-Theo Lorenz den Kindergarten – und unterschrieben einen Vertrag für die zweite katholische Tagesstätte in Kapellen, St. Clemens I an der Kurze Straße. Die Stadt trägt weiterhin einen Teil der Kosten für eine Gruppe für Kinder ab drei Jahren. "Die Kooperation hilft uns, auch das Betreuungsangebot für Kinder ab drei Jahren zu sichern", betont Heesch. "Alle reden von der U3-Betreuung, aber mit vielen Projekten zur Schaffung von Plätzen dafür werden bisherige Plätze für Kinder ab drei Jahren umgewandelt." Allein an der Josef-Thienen-Straße fallen aus diesem Grund 35 Plätze für Drei- bis Sechsjährige weg. Heesch sieht die künftige Versorgung in Kapellen und Umgebung aber gesichert: Die evangelische Gemeinde Wevelinghoven plant im Neubaugebiet eine Kita mit vier Gruppen, die Gespräche zwischen Stadt und Kirche seien weit gediehen.

Artikel vom 02.02.2012
NGZ


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Alter Chor unter neuer Leitung

‬‌Andrea Prats (5.v.l.) aus Wevelinghoven hat die Leitung des 154 Jahre alten Kirchenchors der Pfarrgemeinde St. Jakobus Neukirchen übernommen.  Foto: W.Brinkmann ‬‌Andrea Prats (5.v.l.) aus Wevelinghoven hat die Leitung des 154 Jahre alten Kirchenchors der Pfarrgemeinde St. Jakobus Neukirchen übernommen. Foto: W.Brinkmann
(NGZ) Der 154 Jahre alte Kirchenchor St. Jakobus Neukirchen steht unter neuer Leitung. Andrea Prats aus Wevelinghoven probt jetzt mit den 20 Sängern. Für die geplanten drei Termine, die noch in diesem Jahr anstehen, hat sie bereits Lieder ausgesucht, die nun einstudiert werden. Am 12. November feiert der Chor das Cäcilienfest und wird die Vorabendmesse musikalisch gestalten, bevor die Sänger am 26. November bei der Adventsfeier der Arbeiterwohlfahrt auftreten. Darüber hinaus ist ein „Offenes Singen“ geplant, an dem auch der Quartettverein Neukirchen und der Chor „Miss Töne“ teilnehmen werden.

Artikel vom 5.10.2011
NGZ


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Neukirchener Jakobus-Kindergarten wird ausgebaut

v. l.: Yvonne Strohmeier (Elternrat), Barbara Jungblut (Elternrat), Dr. Petra Arndt (Kirchenvorstand), Dipl. Ing. Klaus Auweiler (Architekt), Michaela Krämer (Leiterin Kiga), Pastor Heinz Theo Lorenz, Monika Matheisen (Elternrat), Oliver Kluht (Elternrat)
Foto: W.Brinkmann v. l.: Yvonne Strohmeier (Elternrat), Barbara Jungblut (Elternrat), Dr. Petra Arndt (Kirchenvorstand), Dipl. Ing. Klaus Auweiler (Architekt), Michaela Krämer (Leiterin Kiga), Pastor Heinz Theo Lorenz, Monika Matheisen (Elternrat), Oliver Kluht (Elternrat) Foto: W.Brinkmann
NEUKIRCHEN Unter dem Motto „Alles im Wandel“ wird seit Oktober der katholische Kindergarten von St. Jakobus saniert und erweitert. Das Ziel: Ab Sommer wird auch die Betreuung für unter Dreijährige im Norden Grevenbroichs gesichert.
Vor einer Woche wurden die zwei Gruppen des Kindergartens unter der Leitung von Michaela Krämer (39) in das nahe gelegene Pfarrheim ausgelagert. „Bis Ende Januar liefen der Kindergartenbetrieb und die Baustelle parallel. Das war aber nun nicht mehr möglich“, begründet Petra Arndt (58) vom Kirchenvorstand die Umsiedlung. Mit fünf Mitarbeiterinnen und 45 Kindern wird im Pfarrheim unter der Woche von 7.15 bis 16 Uhr gebastelt, gesungen und gespielt.
Arbeiten liegen im Zeitplan
In etwa acht Wochen soll das „neue“ Gebäude eröffnet werden. Architekt Klaus Auweiler (44) ist mit dem Stand der Arbeiten zufrieden: „Wir liegen voll im Zeitplan – und bisher gab es keine Probleme“, sagt der Wevelinghovener. Zu den größeren Gruppenräumen kommen Ruhe-, Wasch- und Wickelräume für die Betreuung der unter drei Jahre alten Kinder hinzu. Als Besonderheit wird zwischen den beiden verglasten Räumen ein Atrium mit „Lerneffekt“ gebaut: „Die Kinder sollen am Beispiel eines Wasserkreislaufs begreifen, dass Wasser auch ohne Hilfsmittel etwas bewegen kann“, so Auweiler.

Das Projekt wird vom Träger des katholischen Kindergartens, dem Erzbistum Köln, finanziert und vom Landschaftsverband Rheinland bezuschusst. „Das Erzbistum war sehr kooperativ. Mit dem Anbau werden auch die alten Wasch- und Toilettenanlagen renoviert und dem Neubau angepasst“, freut sich Petra Arndt.

Artikel vom 9.02.2011
VON SEBASTIAN DRAXL


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Mein Kindergarten

Bewegung wird bei den Mädchen und Jungen im St. Jakobus-Kindergarten groß geschrieben – in der eigenen Turnhalle und im Außenbereich. Foto: M. Reuter Bewegung wird bei den Mädchen und Jungen im St. Jakobus-Kindergarten groß geschrieben – in der eigenen Turnhalle und im Außenbereich. Foto: M. Reuter
Katholischer Kindergarten St. Jakobus der Ältere

Mein Kindergarten (NGZ) Der katholische Kindergarten St. Jakobus der Ältere wird zurzeit fit für die Zukunft gemacht: Zwei Räume werden angebaut, damit in der zweigruppigen Einrichtung ab 2011 weitere Jungen und Mädchen ab zwei Jahren betreut werden können. Für die Kleinen stehen dann die notwendigen Schlaf- und Wickelräume zur Verfügung.

Michaela Krämer neue Leiterin
Der Umbau bei laufendem Kindergarten-Betrieb hat die 38 Kinder zu kleinen Bauexperten wie "Bob, der Baumeister" werden lassen: In einem Projekt haben sie sich mit dem Thema Baustelle beschäftigt, an einem eigenen "Bautagebuch" gearbeitet und die Veränderungen in dem ab 1960 errichteten Gebäude mit zahlreichen Fotos dokumentiert. Zurzeit bauen sie allerdings eher im Kleinformat: Für den Martinsumzug werden die Laternen angefertigt.
Doch nicht nur das Gebäude erhält ein neues "Gesicht": Mit Michaela Krämer (39) wird sich ab 1. November auch eine neue Leiterin um den Kindergarten-Alltag kümmern. Als Schwerpunkt will sie die Mobilitätsförderung beibehalten: "Wir können in der eigenen Turnhalle Angebote machen", dazu stünden etwa Bänke, Matten und Schaumstoffteile für eine "Bewegungsbaustelle" bereit Auch einfache große Pappkartons würden die Kinder mit viel Fantasie in Schiff oder Schloss verwandeln.

Mit der Erweiterung der Räume wollen Krämer und das vierköpfige Team auch behutsam das pädagogische Konzept anpassen: "Bisher waren die Gruppen offen, künftig sollen sie teilweise offen sein, Der Vorteil für die Jüngeren: Sie haben eine feste Bezugsperson und können sich schneller eingewöhnen."
Was Michaela Krämer ebenfalls wichtig ist: "Dass sich die Kinder in ihrem St. Jakobus-Kindergarten wohlfühlen." Ihr Ziel: Den Kleinen helfen, zu "Menschen mit sozial-emotionaler Kompetenz" zu reifen.

Info
Katholischer Kindergarten St. Jakobus
Adresse: Lohweg 3 in Grevenbroich-Neukirchen.
Öffnungszeiten: 7.15 bis 16.15 Uhr (25, 35 und 45 Stunden Betreuung).
Leiterin ab 1. November: Michaela Krämer.
Zwei-gruppige Einrichtung für Kinder von zwei bis sechs Jahren. Aktuell sieben Plätze (25-Stunden für Kinder ab drei Jahre) frei.
Zurzeit Erweiterung, um Platz für zwei U3-Gruppen zu schaffen.
www.jakobus-neukirchen.de, Rubrik "Kindergarten"

Artikel vom 27.10.2010
VON DANIELA BUSCHKAMP


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Die neue Landkarte der Kirche

Grevenbroich (NGZ) Die 16 katholischen Kirchengemeinden sind zu drei großen Pfarreiengemeinschaften zusammengelegt worden. Auf dem Papier sind sie damit eine Einheit. Zusammenwachsen müssen sie erst noch – ein anstrengender Prozess.

Die Pfarrer der katholischen Kirchengemeinden in Grevenbroich stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Der Spardruck im Erzbistum Köln zwingt sie, die einst selbstständigen Gemeinden in drei Pfarreiengemeinschaften zu einen. Für November hatte das Erzbistum die Wahl der Pfarrgemeinderäte angesetzt, eine Zäsur für die meisten Grevenbroicher Gemeinden. Seither bestimmt nicht mehr jede Gemeinde ihre eigene Führung, sie entsendet ihre Vertreter in den Pfarrgemeinderat, der jetzt über die Geschicke aller Gemeinden der Pfarrgemeinschaft entscheidet.

Drei Monate hatten St. Peter und Paul, St. Stephanus und Co. nun Zeit, zusammenzufinden. Kein leichtes Unterfangen: In St. Peter und Paul suchte man noch im Januar Leute, die im Ortsausschuss des Pfarrgemeinderats mitarbeiten – ein Zeichen, wie viel dieser Prozess den Gemeinden abverlangt.

Pfarrer Heinz-Theo Lorenz, der für den Seelsorgebereich Niedererft zuständig ist, spricht von einer "Findungsphase". "Nach den Wahlen im November müssen sich die neuen Pfarrgemeinderatsmitglieder erst kennenlernen. Das braucht Zeit", sagt er. Wichtigste Aufgabe sei, dass die Gemeinden zueinander finden. "Es muss ein Pastoralkonzept formuliert werden", sagt Lorenz. Darin werden die Ziele und Schwerpunkte festgehalten, die sich die Gemeindevertreter, zusammen mit dem Pfarrer und seinen Mitarbeitern im Pastoralteam, gesetzt haben.

Während der Einigungsprozess in den Seelsorgebereichen Elsbach/Erft und Niedererft gerade angelaufen ist, hat die Pfarreiengemeinschaft Vollrather Höhe bereits Erfahrungen sammeln können. Doch auch dort erkennt Pfarrer Jos Houben: "Eine gemeinsame Identität ergibt sich nicht von heute auf morgen." Bereits vor vier Jahren hatte man in der Pfarreiengemeinschaft Vollrather Höhe einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat gebildet. "Am Anfang vertritt jedes Ratsmitglied noch die Interessen seiner Gemeinde, das ist nicht anders als in der Politik", sagt Houben. Das berühmte Kirchturmsdenken – nirgendwo passt es besser als hier.Ein zusätzliches Problem bestehe zwischen den Pfarrgemeinderatsmitgliedern und den Menschen vor Ort. Diese müssten auf den gemeinsamen Weg erst noch mitgenommen werden.

Das ist umso schwieriger, da die finanziellen Ressourcen durch den Sparkurs begrenzter sind als früher. Nicht jede Gemeinde kann ihr eigenes Jugendprojekt gründen, alle Standorte einer Pfarreiengemeinschaft müssen sich einen Pfarrer teilen. "Manche Dinge gehen nicht mehr", sagt Houben. "Die Kirche ist nun einmal nicht mehr so wie noch vor 20 Jahren."

Info
Pfarreiengemeinschaft
Früher Vor dem Zusammenschluss zu Pfarreiengemeinschaften waren die Seelsorgebereiche Elsbach/Erft und Niedererft als Pfarrverbände organisiert.
Der Unterschied: Sie hatten noch keinen gemeinsamen Pfarrgemeinderat.
In der Pfarreiengemeinschaft gib es Ortsausschüsse, um die einzelnen Gemeinden stärker einzubinden.

Artikel vom 12.02.2010
VON ANDREAS BUCHBAUER UND ANDREAS GRÖHBÜHL



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Pfarrer Lorenz fastet mit Frühschicht in der Kirche

Grevenbroich (NGZ) Den Stecker an seinem Fernsehgerät kann Pfarrer Heinz-Theo Lorenz getrost ziehen. Ab heute wird der Geistliche, der für den Seelsorgebereich Niedererft zuständig ist, auf das TV-Vergnügen verzichten. "Bewussten Konsumverzicht" nennt Lorenz dies. "Damit begehe ich die Fastenzeit", sagt er. Das bedeutet: Bis Ostern bleibt der Fernseher aus. Daran ändern auch die Olympischen Winterspiele nichts. "Damit habe ich es ohnehin nicht so", erklärt Lorenz.

Die Bedeutung der Fastenzeit, die am heutigen Aschermittwoch beginnt, ist für Pfarrer Lorenz wichtig. Nicht wegen seines Berufs, nicht wegen der Außenwirkung, sondern wegen seines christlichen Glaubens. "Leider wird es immer schwieriger, vor allem jungen Menschen die Bedeutung des Fastens näher zu bringen", meint er. Der Verzicht auf sonst selbstverständliche Dinge passe immer seltener zum Selbstverständnis gerade junger Menschen. "Dabei hilft es, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist", sagt Lorenz. Das ist der persönliche Aspekt des Fastens.

Hinzu kommt das religiöse Verständnis. "Ostern ist das höchste christliche Fest. Ohne Fastenzeit und die Besinnung auf das Wesentliche verliert es an Tiefe", meint Lorenz. Das Fasten sei auch eine Teilhabe am Leiden Christi. Auch, was üppige Mahlzeiten anbelangt, übt sich der Pfarrer daher in den kommenden Wochen im Verzicht.

Die Fastenzeit dauert 40 Tage. Diese Zahl hat in der Bibel eine hohe Symbolkraft: Auch Jesus fastete vor Beginn seines öffentlichen Wirkens 40 Tage. In der Bergpredigt rief er zu Demut beim Fasten auf. Die Zahl 40 findet sich an weiteren Stellen in der Bibel: So wanderte Elias 40 Tage zum Berg Horeb, ebenfalls 40 Tage blieb Moses auf dem Berg Sinai. Dort empfing er die Zehn Gebote. Die Israeliten wanderten 40 Jahre durch die Wüste.

Mit seiner Gemeinde wird Pfarrer Heinz-Theo Lorenz ab nächster Woche an jedem Mittwochmorgen bis Ostern in aller Frühe in der Pfarrkirche St. Jakobus der Ältere in Neukirchen zu einem etwa halbstündigen Gottesdienst zusammenkommen. "Danach gibt es ein kleines gemeinsames Frühstück, um gestärkt in den Tag zu gehen", erklärt Lorenz. Beginn des Gottesdienstes ist stets um sechs Uhr.

Mit einer solchen Frühschicht hofft Lorenz, auch vermehrt Jugendliche anzusprechen. "Leicht ist das nicht", räumt er ein. "Viele müssen ja um kurz nach sieben Uhr schon im Schulbus sitzen." Auch in den Predigten der Sonntagsgottesdienste wird Lorenz auf die Bedeutung der Fastenzeit hinweisen.

Artikel vom 16.02.2010
VON ANDREAS BUCHBAUER


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Ein Pastor zum anfassen

Foto: R. Arndt Foto: R. Arndt
Pfarrer Heinz Theo Lorenz feierte jetzt sein 25- Jahr Jubiläum in Neukirchen und Hülchrath

Neukirchen (S.M) Gern hätte er die heilige Messe diesmal „op Platt“ gehalten – einen Strich durch die Rechnung hat Pfarrer Lorenz allerdings Martin Sonnen, der Musikchef des Seelsorgeverbands, gemacht: 25 Jahre ist Heinz Theo Lorenz inzwischen Pfarrer an St. Jakobus sowie an St. Sebastianus in Hülchrath, und zur Feier des Tages führten die Chöre beider Gemeinden die „Spatzenmesse“ von Mozart auf.
Bert Schmitz spielte die Orgel. Ein Orchester, großenteils aus Mitgliedern der Düsseldorfer Symphoniker bestehend, hatte Martin Sonnen zusammengestellt – und Heinz Theo Lorenz musste passen, da Mundart und Mozart nicht auf einen Nenner zu bringen waren.

Geradezu weihnachtliche Dimensionen erreichte die Zahl der Gottesdienstbesucher in St. Jakobus, wo Heinz Theo Lorenz bewusst an Motive seiner ersten hier gehaltenen Predigt von 1984 anknüpfte. „Wir sind miteinander das Volk – wir alle sind Bausteine am Haus Gottes und haben Anteil am allgemeinen Priestertum“, betonte der Jubilar die Verantwortung der Gläubigen und die Notwendigkeit, dass diese aktiv am kirchlichen Geschehen teilnehmen. Keinen Zweifel ließ der 63-jährige Geistliche daran, dass ihm seine beiden Gemeinden in Neukirchen und Hülchrath längst ans Herz gewachsen seien. „Jood ligge“ (gut leiden) könnte er die Gemeindemitglieder nach wie vor, auch wenn diese ihn hin und wieder auch „verrückt“ machten.


In den vergangenen Jahren 25 Jahren sei „eine ganze Generation mit Pastor Lorenz aufgewachsen“, würdigte Thomas Röder, der Vorsitzende des bisherigen Pfarrgemeinderats, den gebürtigen Neusser. Lorenz habe „viele neue Impulse gesetzt“, die „Beteiligung der Gemeinde an den Gottesdiensten gestärkt“, wobei in seiner Amtszeit auch die beiden Kirchen und Pfarrheime renoviert worden seien. Dass Lorenz es verstehe „auf Menschen zuzugehen“, betonte Werner Moritz der Vorsitzende des Kirchenchores, der dem beliebten Seelsorger „rheinische Leichtigkeit“ attestiert. Johannes Kreuels, Präsident der Bürgerschützen, sieht in Lorenz „einen Pastor zum Anfassen“. Für Vizebürgermeister Bertram von Nesselrode ist Lorenz ein „Mann mit Herz und einem subtilen Humor“.

Mit viel Beifall bedacht wurden auch die Musiker. Während die Neukirchener Sänger die „Spatzenmesse“ bereits 2008 einstudiert hatten, hat der Hülchrather Chor seit September eifrig geprobt. Die „Welturaufführung“, wie dessen Vorsitzender Peter Lys den gemeinsamen Auftritt beider Chöre würdigte, ist jedenfalls rundum gelungen. Noch ein Vierteljahrhundert wird es wohl nicht mehr, doch Heinz Theo Lorenz freut sich mit den Gläubigen auf weitere gute Jahre.

Artikel vom 14.11.2009 (NGZ)


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Der Bedarf ist sehr groß - Eine Pause vom Alltag

Ein Teil des Teams, das die Demenzcafés des Caritasverbandes in Grevenbroich und nun auch in Neukirchen betreut: (v.l.) Petra Kluth, Daniela Rauschenberg, Ursula Mordelt, Beate Müller und Carola Uebber. 
Sie nehmen sich Zeit, um sich intensiv um die Demenzkranken zu kümmern.
NGZ-Foto: M. Reuter
Ein Teil des Teams, das die Demenzcafés des Caritasverbandes in Grevenbroich und nun auch in Neukirchen betreut: (v.l.) Petra Kluth, Daniela Rauschenberg, Ursula Mordelt, Beate Müller und Carola Uebber. Sie nehmen sich Zeit, um sich intensiv um die Demenzkranken zu kümmern. NGZ-Foto: M. Reuter
In Neukirchen startete jetzt das zweite Demenzcafé der Caritas, der "Jakobustreff". Vor einem Jahr hatte der Verband bereits in Grevenbroich das "Café Kränzchen" für Demenzkranke eröffnet. Die Angehörigen finden für einige Stunden Ruhe und Entlastung – ein Erfolgsmodell.

"Das Thema wird oft tot geschwiegen. Dabei ist Demenz eine psychische Erkrankung wie andere auch", sagt Petra Kluth. Die Ehrenamtlerin beim Caritasverband ist eine von sechs Betreuerinnen der Caritas beim neuen "Jakobustreff" im Pfarrheim in Neukirchen. Erstmals trafen sich dort Demenzkranke, altersverwirrte Menschen, um unter Betreuung zu singen, zu spielen, Kaffee zu trinken.
Nein, die Krankheit Demenz wird beim Caritasverband nicht tot geschwiegen, ganz im Gegenteil. Vor drei Jahren startete zunächst das Projekt "Atempause". 16 Ehrenamtler betreuen 21 Demenzkranke jede Woche für einige Stunden zu Hause in der Familie. "Die Angehörigen, die durch die Pflege oft sehr belastet sind, erhalten so etwas Zeit für sich – zum Einkaufen, für einen Arzttermin oder auch, sich einfach mal hinzusetzen und eine Tasse Kaffee zu trinken", sagt Beate Müller vom Fachbereich Senioren der Caritas.
Doch sie hat festgestellt: "Viele Angehörigen scheuen vor dem Besuch in der Familie, in ihrer Intimsphäre, zurück." Auch deshalb startete die Caritas 2008 im Seniorenzentrum St. Barbara in Grevenbroich das "Café Kränzchen". Wöchentlich treffen sich dort neun Kranke – die Zahl wird bewusst klein gehalten.

Der Bedarf ist weitaus größer – in Deutschland sollen rund zwei Millionen Menschen an Demenz leiden. "Wir erhielten vom Pfarrverband Niedererft Anfragen, ob wir ein solches Café auch für die nördlichen Stadtteile anbieten können", berichtet Beate Müller. Im Pfarrheim am Jakobusplatz fanden sich geeignete Räume, sechs Ehrenamtler wurden für die Aufgabe in 35-stündigen Kursen geschult. Fürs erste der dreistündigen Treffen – zunächst alle zwei Wochen mittwochs – wurden fünf Besucher angemeldet. "Diese Zeit bedeutet für die Angehörigen eine wirkliche Entlastung", so Müller. Doch natürlich profitieren auch die Demenzkranken. "Wir beobachten, dass sich die Besucher untereinander unterhalten, auch wenn für uns das Gespräch vielleicht keinen Sinn ergibt", berichtet Müller. "Sie treffen andere Betroffene, erfahren ,Ich bin wer'", sagt Ursula Mordelt, eine der Betreuerinnen.

Das Programm bei den Treffen soll möglichst nach demselben Rhythmus ablaufen: "Nach der Begrüßung machen wir Bewegungsspiele – etwa mit Tüchern oder Luftballons. Dabei erfahren die Menschen, dass sie noch etwas können. Außerdem trinken wir Kaffee, gehen spazieren und singen", erläutert Beate Müller.

"Ein hervorragendes Angebot", sagt Magda Schmitz (Name von der Redaktion geändert.) Die 80-Jährige weiß, was die Pflege eines altersverwirrten Menschen bedeutet – ihr Mann litt bis zu seinem Tod vor zwei Jahren lange an Demenz, benötigte Betreuung rund um die Uhr. Die beiden waren über 50 Jahre lang verheiratet. "Wenn ich etwa einkaufen ging, blickte ich ständig auf die Uhr, um meinen Mann nicht lange allein zu lassen", schildert Magda Schmitz. "Manchmal war er mir gegenüber mürrisch und sogar aggressiv. Ich dachte oft: ,Das kann doch nicht sein, dass sich ein Mensch in seinem Wesen so verändert'. Aber es lag an der Krankheit", sagt Magda Schmitz.

Kraft und Unterstützung fand sie durch die Caritas. "Nach dem ersten Beratungstermin dachte ich: Jetzt habe ich endlich einen Lichtblick." Das Demenzcafé gab es damals noch nicht, wohl aber die "Atempause"-Betreuung zu Hause. "Mein Mann wartete am Fenster, auf den Besuch. Und der verschaffte mir tatsächlich eine Atempause, ich konnte zum Friseur und Einkaufen und wusste meinen Mann gut aufgehoben. Oder ich konnte einfach mal die Seele baumeln lassen", sagt Magda Schmitz dankbar.

Info
Der "Jakobustreff"
Das neue Demenzcafè "Jakobustreff" in Neukirchen öffnet jeden Mittwoch von 14.00 bis 17.00 Uhr. Um Anmeldung der Besucher bei Beate Müller vom Caritasverband Rhein-Kreis Neuss (0 21 81 / 81 99 36) wird gebeten.
 

Artikel vom 16.10.2009
VON CARSTEN SOMMERFELD


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„Atempause“ für Angehörige: Café für Demenzkranke

Ursula Mordelt, Annelie Clausen und André Kleinen hoffen, dass Demenz kein Tabu Thema bleibt. Foto: jh
Ursula Mordelt, Annelie Clausen und André Kleinen hoffen, dass Demenz kein Tabu Thema bleibt. Foto: jh
NEUKIRCHEN (jh) – Im Herbst soll in der Pfarre St. Jakobus ein neues Projekt starten:

Während Demenzkranke in einem Café gut versorgt sind, können die Angehörigen von der zeitintensiven Pflege abschalten.

Wenn das Gedächtnis nicht mehr will und Kleinigkeiten des Alltags nicht mehr funktionieren, hat meistens die tückische Krankheit Demenz die Finger im Spiel. Stimmt diese Diagnose müssen der Erkrankte und seine Angehörigen ihr Leben komplett umstellen: Permanente Pflege, ein behutsamer Umgang, viel Geduld und Kraft stehen dann auf der Tagesordnung. Die Caritas weiß um die Anstrengung, die das Leben mit einem dementiell Erkrankten mit sich bringt und sie weiß auch, dass es für viele Familien dennoch eine Selbstverständlichkeit ist, die zeitintensive Pflege zu übernehmen.

Aus diesem Grund gibt es das Projekt „Atempause“. Ehrenamtler besuchen regelmäßig Familien und kümmern sich um die Demenzkranken. Die pflegenden Angehörigen haben in dieser Zeit die Gelegenheit, sich um sich selber zu kümmern. Ob ein Stadtbummel, ein Arztbesuch oder die Lektüre eines Buches- was früher selbstverständlich war, kann nur in einer „Atempause“ erledigt werden. Wem die Nähe eines Ehrenamtlers in der eigenen Wohnung zu intensiv ist, der kann auch das Demenzcafé besuchen. Dieses Angebot, das im vergangenen August startete, entwickelte sich im Barbarahaus zu einem wahren Erfolg. Das Modell des „Café Kränzchen“ soll deshalb auch in das ganze Stadtgebiet getragen werden und so nahm die Caritas Kontakt mit dem Pfarrbezirk Neukirchen, Hülchrath, Kapellen, Hemmerden und Wevelinghoven auf. Diakon André Kleinen und Pastor Theo Lorenz waren sofort angetan von der Idee. Die optimalen Räumlichkeiten fanden sich schnell in Neukirchen, denn dort ist eine große Küche vorhanden, der Saal und das Außengelände laden zum Verweilen ein und auch die Sanitäranlagen sind behindertengerecht ausgestattet. Leider ist Demenz immer noch ein Tabu-Thema. Doch die Ehrenamtlerinnen Ursula Mordelt und Annelie Clausen sind überzeugt, dass Initiativen wie das Demenzcafé für mehr Aufklärung sorgen: „Demenz ist normal, sie kann jeden treffen, deshalb sollte sie nicht tot geschwiegen werden.“

Im Demenzcafé wird natürlich Kaffee getrunken und Kuchen gegessen, aber auch das Spiel, Spaziergänge, Gesang und Erinnerungen haben ihren festen Platz. Sogar Ausflüge standen schon auf dem Programm. Um das neue Café in Neukirchen realisieren zu können, ist die Caritas noch auf der Suche nach Ehrenamtlern, die sich um die dementiell Erkrankten kümmern. Der zeitliche Umfang ist abhängig von dem, was die Freiwilligen leisten wollen: Nur Fahrdienst, Öffentlichkeitsarbeit, Aufräumen oder das „Rund-um-Paket“ bei den Treffen. Jeder kann sich nach den eigenen Begabungen und Vorstellungen einbringen. Einzig eine Fortbildung über zehn Abende ist Pflicht für die Betreuung und den Umgang mit den Cafébesuchern. Starten soll das Café im Herbst. Wer sich für eine ehrenamtliche Zusammenarbeit mit der Caritas interessiert oder seinem Angehörigen die fröhlichen Stunden in der Geselligkeit ermöglichen möchte, kann sich an Ursula Mordelt unter Tel. 4 50 41 wenden.

Artikel vom 04.06.2009
Lokal Anzeiger Grevenbroich


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"Jetzt sind es fünf Pfarreien"

Wevelinghoven Gestern Nachmittag stellte sich das Seelsorgeteam des Pfarrverbandes Niedererft den Messebesuchern von St. Martinus vor. Der Grund: Wevelinghoven gehört ab sofort offiziell dem Pfarrverband an, zu dem außerdem St. Mauri in Hemmerden, St. Sebastianus in Hülchrath, St. Clemens in Kapellen und St. Jakobus in Neukirchen gehören. Doch das ist nicht die einzige Neuigkeit, die das "alte" Team - bestehend aus Pfarrer Heinz- Theo Lorenz, Diakon Andre Kleinen und den Gemeindereferentinnen Maria Moormann und Ulla Stollenwerk zu verkünden hatte.
So ist durch den Zusammenschluss der Pfarreien ein neues -aber kein unbekanntes – Gesicht zum Seelsorgeteam gekommen. Pater Basilius Ullmann aus dem Kloster Langwaden unterstützt ab sofort Pfarrer Heinz- Theo Lorenz bei allen Angelegenheiten, die den Pfarrverband Niedererft betreffen. “Wir werden uns künftig auch bei den Messen abwechseln", erklärt Heinz Theo Lorenz, der jetzt für fünf Pfarreien zuständig ist. Wevelinghoven - mit rund 5000 Katholiken - ist durch die Pensionierung von Pastor Gerhard Kullmann zum Pfarrverband hinzugekommen. "In den heutigen Zeiten ist es selten, dass eine Pfarrgemeinde noch einen eigenen Pastor hat. Da es immer weniger Priester gibt, hat Köln diese Lösung für Wevelinghoven gefunden", sagt Lorenz. Und mit dieser Lösung werden auch Änderungen auf die Wevelinghovener zukommen. "Es ist natürlich eine große Umstellung für die Gemeinde, nicht mehr selbstständig zu sein", weiß der 62-Jährige. So wird es künftig anstatt von zwei Wochenend- Messen eine geben. "Außerdem werden einige Zuständigkeiten, wie die Vorbereitung auf die Erstkommunion und Firmung zusammen gelegt werden", erklärt Pfarrer Lorenz, der mittelfristig auch nach Wevelinghoven umziehen wird. "Das wird aber erst aktuell, wenn das Pfarrheim renoviert wurde. Und das kann noch etwas dauern."
Gleich bleiben soll auch künftig die Arbeit der Gremien (Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat) der Vereine und der ehrenamtlichen Helfer in Wevelinghoven.

Artikel vom 22.09.2008

Margarethe Pluta


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"Kontakt zu den Menschen"

Foto: NGZ / M. Reuter
Foto: NGZ / M. Reuter
Neukirchen (S.M.) Spielt das Wetter mit, dann wird der Gottesdienst heute um 18 Uhr im Pfarrgarten gefeiert. Nicht nur die Mitglieder der Pfarrei St.Jakobus, sondern aus dem gesamten Pfarrverband Niedererft werden erwartet, um Pastor Heinz Theo Lorenz zum 60. Geburtstag zu gratulieren. Während die Kirchenchöre der Gemeinden den musikalischen Part der Messe bestreiten, bringt anschließend das Tambourkorps "Rheinklänge" dem beliebten Geistlichen ein Ständchen.

Der gebürtige Neusser Heinz Theo Lorenz ist seit 1984 Pfarrer von St. Jakobus sowie der Hülchrather Gemeinde St. Sebastianus. Nach dem Theologie-Studium in Bonn wurde er 1975 vom damaligen Erzbischof Joseph Kardinal Höffner im Kölner Dom zum Priester geweiht. Ehe er seine Pfarrstelle in Grevenbroich antrat, war Heinz Theo Lorenz als Kaplan in den Düsseldorfer Stadtteilen Wersten und Bilk tätig. Seit dem Jahr 2000 ist er auch Pfarrer von Sankt Mauri in Hemmerden und der Kapellener Gemeinde St. Clemens. Wichtige Stationen seiner Zeit als Pfarrer waren sicherlich der 1988 erfolgte Neubau des Pfarrheims und die vor einigen Jahren erfolgte Renovierung der Pfarrkirche St. Jakobus. Wesentlicher ist für Heinz Theo Lorenz jedoch "der regelmäßige Umgang mit den Menschen." Während das "Werden und Wachsen des Pfarrverbands die stärkste Herausforderung für Gegenwart und Zukunft" sei, gelte es auch darauf zu achten, "nicht die Bodenhaftung zu verlieren."

Keinen Zweifel lässt Heinz Theo Lorenz daran, dass "der direkte Kontakt zu den Leuten" nicht zuletzt auch zu den Jugendlichen und Kindern der Pfarrgemeinden für ihn an oberster Stelle steht. Nach seinem Lieblingsvers in der Bibel befragt, zögert er nur einen Moment: "Psalm 23 - Der Herr ist mein Hirte - gebrauche ich häufig", sagt das "Geburtstagskind". Angesichts des im Erzbistum Köln umzusetzenden Programms "Zukunft heute" werde das "Netz der Ehrenamtler stark strapaziert." In den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten engagierten sich "tolle Gläubige", doch auf diejenigen, die in Verwaltungs- und Finanzfragen berufliche Kompetenzen mitbrächten, "kommt eine Menge zu", sagt Pastor Lorenz.

Damit einher geht auch ein gewisser Wandel seiner Funktion. Sei früher "der Pastor der Chef vom Kirchenvorstand" gewesen, spiele er heute die Rolle des "Moderators". Abgesehen von seiner Tätigkeit als Pfarrer von vier Gemeinden, nimmt er bei den Hülchrather und Hemmerdener St.- Sebastianus- Schützen auch das Amt des Präses war. Seit Ende 2005 ist Lorenz zudem Präses des Bezirks Grevenbroich im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

Angesichts seines umfangreichen Tagespensums ist er bestrebt, seinen freien Tag pro Woche auch frei zu halten, was natürlich "nicht immer gelingt." Entspannung sucht er beim Wandern am Niederrhein oder in der Eifel. Im Urlaub sind Bayern und die sächsische Schweiz seine liebsten Ziele. Beim Gottesdienst heute Abend wird auch sein evangelischer Kollege Pfarrer Thomas Winkler teilnehmen. Anschließend sorgen die Mitglieder der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte für die Bewirtung der Gäste mit Gulaschsuppe.

Artikel vom 8.07.2006 (NGZ)


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Kreuz auf Grundstück der Familie Hösen neu eingeweiht

Das alte Hülchrather Wegekreuz von 1735 hat seinen dritten und wohl endgültigen Standort gefunden: Pastor Heinz-Theo Lorenz weihte am Sonntag das 268 Jahre alte Denkmal auf dem Grundstück der Familie Hösen neu ein. Zuvor war das Kreuz fachgerecht vom Steinmetz Robert Beerscht saniert worden. 
NGZ-Foto: H. Jazyk 

Das alte Hülchrather Wegekreuz von 1735 hat seinen dritten und wohl endgültigen Standort gefunden: Pastor Heinz-Theo Lorenz weihte am Sonntag das 268 Jahre alte Denkmal auf dem Grundstück der Familie Hösen neu ein. Zuvor war das Kreuz fachgerecht vom Steinmetz Robert Beerscht saniert worden. NGZ-Foto: H. Jazyk
Neuer Platz für 268 Jahre altes Kreuz Der Überlieferung nach wurde es im Jahr 1735 errichtet, als Dank der Hülchrather Bevölkerung an Gott: Das Wegekreuz, das nun seinen dritten und wohl endgültigen Platz im Dorf gefunden hat. Anno 1735 wurde die Hülchrather Kapelle gebaut und nach erfolgreicher Arbeit errichteten die Gläubigen das Wegekreuz, das zunächst auf der Kreuzung zwischen Hülchrath und Neukirchen aufgestellt wurde.

Mit zunehmendem Verkehrsaufkommen brachten die Dorfbewohner das Kreuz dann auf einen angrenzenden Parkplatz, wo es jedoch nicht zur Geltung kam. Nun steht das frisch restaurierte Kreuz am Jägerhof und wurde gestern im Anschluss an einen Erntedankgottesdienst auf dem Hof neu eingeweiht. "Dieses Wegekreuz ist ein Zeichen, dass Gott kein Feiertagsgott ist, der hinter verschlossenen Türen gefeiert wird, sondern ein Gott, der uns im Alltag und hier buchstäblich auf der Straße begegnet", so Pfarrer Heinz-Theo Lorenz. "Denn der christliche Glaube muss ein Glaube zum Anfassen sein." Was lange währt wird endlich gut", mit diesem Sprichwort kommentierte Lorenz die von vielen Hülchrathern lang erwartete Aufstellung des Kreuzes an seinem neuen Standort. Mit Hilfe vieler meist privater Spender konnte eine Restauration des mehr als 250 Jahre alten Wegekreuzes ermöglicht werden. "Ich habe den jetzigen Zustand konserviert", erklärt Steinmetz Robert Beerscht. Er weiß: "Das Kreuz besteht aus zwei unterschiedlichen Materialien. Zum einen aus Trachyt, einem Vulkangestein, das am Drachenfels in der Eifel gefunden wird, und aus Muschelkalk." Mit letzterem wurden in den 1950er Jahren bereits einige Teile des Kreuzes ausgetauscht. "Außerdem hat man da einiges verändert, zum Beispiel auf einen Engelskopf verzichtet", erklärt der Bildhauer.

Eine noch deutlich zu erkennende goldene Inschrift auf dem Sockel des Kreuzes erklärt auf Latein, wer das Wegekreuz aus welchem Grund stiftete: "Die Stadt Hülchrath hat mit Bitte an Gott diesen Stein errichtet", so eine sinngemäße Übersetzung. Auch die Jahreszahl 1735 findet sich auf dem Kreuz wieder. Pfarrer Lorenz ist froh, dass das Kreuz einen neuen Standort gefunden hat: "An seinem ursprünglichen Platz auf der Kreuzung stand es buchstäblich dort, wo sich die Straßen aus Hülchrath und Neukirchen begegnen." Doch mit der Zeit sei dieser Ort ungünstig geworden: "Als der Verkehr immer mehr zunahm, brachte man es auf den Parkplatz direkt an der Kreuzung", erinnert sich Lorenz. "Dort war es aber sehr versteckt und unscheinbar. Wir haben einen Ort gesucht, an dem das Kreuz nicht zu übersehen ist." Fündig wurden die Hülchrather dann bei der Familie Hösen, die ein Stück ihrer an der Straße gelegenen Rasenfläche spendierte. "Der Glaube unserer Vorfahren hat dieses Kreuz geschaffen. Uns ist aufgegeben, es zu erhalten als Erinnerungszeichen und als Wegweiser", so Lorenz. "Ich denke, wir haben den richtigen Platz gefunden."

Artikel vom 6.10.2003 - NGZ



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Pfarre ist nun "online"

Neukirchen. Die Pfarrgemeinde St. Jakobus ist jetzt "online"  und mit einer eigenen Homepage im Internet vertreten. Die Seite wurde gestaltet von Johannes Hinzen und Wilfried Brinkmann und ist unter der Adresse www.Jakobus-Neukirchen.de zufinden.
Ein gutes Dutzend Links führen zu eingehenden Informationen über den Pfarrgemeinderat oder den Kirchenvorstand, den Kindergarten sowie die Jugendarbeit und den Pfarr-Cäcilienchor. Die Pfarrbücherei mit einem auf den neuesten Stand gebrachten Sortiment soll in der nächsten Zeit mit einem Verzeichnis der vorhandenen Titel auf der Website erscheinen. Die Gottesdienstordnungen für Neukirchen und Hülchrath, der Plan für die Messdiener sowie die Termine der einzelnen Interessengruppen können in einer übersichtlichen Anordnung abgerufen werden. 
Die Caritas und die Frauengemeinschaft bieten ihre Dienste und Programme an. Die Jugendarbeit und der Bereich "Junge Familie" nehmen eine breite Palette ein. Wer daran interessiert ist, kann die Namen und Anschriften der gewählten und ehrenamtlich tätigen Vertreter in Erfahrung bringen, so dass eine Kontaktaufnahme - sei es telefonisch oder per E-Mail- problemlos erfolgen kann.
Gleichzeitig sind die Neukirchener dazu aufgerufen, aktiv an der Gestaltung dieser Seite mitzuwirken. Wünsche und Anregungen werden erwartet und sollen im Bereich des Möglichen berücksichtigt werden. Kontaktadresse ist das Pfarramt; je nach Aktualität wird das Informations-Material wöchentlich oder monatlich ergänzt.



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Wieder Jugendarbeit in Neukirchen

Der Pfarrgemeinderat von St. Jakobus möchte die Jugendarbeit in Neukirchen wieder beleben. Reinald Bürger, Hans-Winand Stübben, Karin Müller, Thomas Stenbrock und Wilfried Brinkmann waren in der Vorbereitungsphase rege tätig, um die Voraussetzungen zu schaffen.

Die Veranstaltungsräume am Pfarrheim wurden in der jüngsten Vergangenheit renoviert und in einen Zustand versetzt, dass sich die Jugendlichen aus Neukirchen und Umgebung dort in naher Zukunft wohl fühlen können. Unterstützt wird die Arbeit von Pfarrer Heinz-Theo Lorenz und dem Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden Johannes Kreuels.

Am kommenden Mittwoch, 20. Februar, 16 Uhr, treffen sich interessierte Kids im Alter zwischen acht und 14 Jahren erstmals wieder im Jugendheim von St. Jakobus. Die Eröffnungsveranstaltung steht - wie auch alle weiteren Aktionen - unter dem Motto "Treffpunkt Teestube".
Damit wollen die Neukirchener an die bewährten Veranstaltungen unter dem gleichen Titel anknüpfen. Tischtennis, Dart, Billard, Kicker und verschiedene Gesellschaftsspiele stehen dann wieder für die Jugendlichen aus Neukirchen, Speck, Wehl und Gubisrath bereit. Ein verantwortungsbewusstes Betreuer-Team wird ebenfalls vor Ort sein.



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Heinz Theo Lorenz feierte silbernes Priesterjubiläum

Foto: W.Brinkmann Foto: W.Brinkmann
Priesterjubiläum im Pfarrgarten  
Neukirchen.
Bei wunderschönem Frühsommerwetter bildete der Pfarrgarten die geeignete Kulisse für das Priesterjubiläum von Pfarrer Heinz Theo Lorenz. Die Festmesse hatte der Liturgiekreis unter Leitung der Gemeindereferentin Maria Moormann zusammengestellt.
Anschließend wurde so manches Präsent übergeben, und das, obwohl der Silber-Jubilar je eigentlich nur die Aktion "Schützen helfen Pskow" unterstützt haben wollte. Zur Messe war eine beachtliche Schar von Gläubigen gekommen - wer kein schattiges Plätzchen erwischt hatte, wäre wahrscheinlich lieber in der angenehm kühlen Kirche gewesen.
Für ein festliches Bild unter freiem Himmel sorgten die Messdiener in ihren Gewändern, aber auch Fahnenabordnungen der Schützen. Das Motto des Gottesdienstes lautete "Ein guter Weg". Heinz Theo Lorenz gestand ein, schon ein wenig aufgeregt zu sein. Der 54 Jahre alte gebürtige Neusser probiert gern neue Wege aus - einige ließen die Pfarrgemeinderats-Mitglieder Revue passieren. Sie stellten übereinstimmend fest: Die Wege, die man gemeinsam ging, haben sich gelohnt, die Gemeinde ist eine große Familie.

Der Pfarrgemeinderats-Vorsitzende Johannes Kreuels dankte dem Jubilar, der zuvor in Düsseldorf als Kaplan gewirkt hatte, für die geleistete Arbeit, für die kindgerechte Gestaltung der Familien- und Schulgottesdienste sowie Krabbelmessen, für die Sondergottesdienste bei Familienfeiern, für die Hinführung und Vorbereitung zum Empfang der Sakramente und nicht zuletzt für die Unterstützung der pfarrlichen Vereine und Gruppierungen. Kreuels charakterisierte den Pfarrer als Weggefährten, als "Hirte, der den Weg vorangeht". Er wies auf die Belastungen hin, die auf den Jubilar zukommen werden: "In wenigen Wochen werden Sie neben der Leitung von St. Jakobus und St. Sebastianus auch noch Pfarrer von St. Clemens Kapellen und St. Mauri Hemmerden. Überforderung wird mehr als offensichtlich. Mitsorge der Laien ist dringend notwendig."Er überreichte ein Rosenbäumchen als kleines Dankeschön.
Dechant Franz-Josef Freericks lobte, das verständnisvolle Herz" des Jubilars, als Vertreter der evangelischen Kirche lobte Pfarrer Thomas Winkler das gute und gedeihliche Zusammenleben - Heinz Theo Lorenz sei ein Priester, dem die gesamte Kirche am Herzen liege. Franz Wingerath, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstands, überreichte zwei Urkunden: Einmal die Ernennung zum Stadtpfarrer und zusätzlich (als humorvolle Beigabe) die Bestätigung dieser Urkunde durch Erzbischof Clemens August, dessen 300. Geburtstag unlängst gefeiert wurde.Wingerath gestand augenzwinkernd, es sei gar nicht so leicht gewesen, jemandem eine Freude zu bereiten, der schon fast alles habe: Ein schönes Pfarrhaus, zwei harmonische Gemeinden, eine Gemeindereferentin - und der "lammfromme Kaplan" komme auch bald. Die Fahnenkompanie des Schützenvereins hatte ein neues Gewand als Geschenk mitgebracht. Kinder des Katholischen Kindergartens hatten einen kleinen Auftritt vorbereitet. Stehvermögen bewiesen die Mitglieder der beiden Chöre sowie des Kinderchores, die mit ihren Liedern die Festmesse entscheidend mitprägten.
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Artikel vom 20.06.2000 (NGZ)


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Pastor Heinz-Theo Lorenz übernimmt neue Aufgaben

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Ein Pfarrer für vier Gemeinden
Samstag Abend wird Pastor Franz-Josef Pütz (69) im Rahmen einer Festmesse feierlich aus seinem Dienst verabschiedet. Damit kommen neue Aufgaben auf seinen Amtskollegen Heinz-Theo Lorenz zu. Denn der Pfarrer für die Gemeinden Neukirchen und Hülchrath wird zusätzlich noch die Seelsorgebereiche Kapellen und Hemmerden übernehmen und hat damit rund 9.000 Seelen zu betreuen. Doch der 54-jährige gebürtige Neusser sieht dieser Aufgabe gelassen entgegen. Denn er vertraut auf ein neues Team, das ihn künftig tatkräftig unterstützen wird.

"Jakob Lorenz 1 x klingeln. Heinz-Theo Lorenz 2 x klingeln" steht auf der Schelle des Neukirchener Pfarrhauses. Wer daraus schließt, dass der Pastor etwa mit seinem Bruder das schmucke, mit vielen Blumen verzierte Domizil bewohnt, irrt sich gewaltig. Denn jener Jakob Lorenz ist niemand anderes als ein fuchsroter Kater, der - wie sich am gut genährten Zustand erkennen lässt - liebevoll umsorgt wird. Das Klingel-Schild zeugt vom Humor des beliebten Pastors, der vor 16 Jahren nach Neukirchen kam, und der sich nun in rheinischer Gelassenheit auf weitere Aufgaben vorbereitet.

Denn nachdem Pfarrer Franz-Josef Pütz heute aus Altersgründen aus seinem Dienst ausscheidet, wird Heinz-Theo Lorenz neben den Pfarren St. Jakobus der Ältere Neukirchen und St. Sebastianus Hülchrath auch die Gemeinden St. Clemens Kapellen und St. Mauri Hemmerden seelsorgerisch betreuen. "Diese Entwicklung kam für mich nicht überraschend", gibt der 54-jährige zu. Denn die Personalplanung des Erzbistums steht schon seit geraumer Zeit fest - und sie sieht bis zum Jahr 2010 lediglich zwei Pfarrer für den gesamten Seelsorgebereich vor, zu dem auch St. Martinus Wevelinghoven (Pfarrer Gerhard Kullmann) zählt. Der Grund: Priestermangel.

Ganz alleine auf weiter Flur - immerhin ist die Hemmerdener Mauri-Kirche auf dem kürzesten Weg exakt neun Kilometer von St. Jakobus Neukirchen entfernt - wird Heinz-Theo Lorenz jedoch nicht stehen. Denn unterstützt wird er vom neuen Kaplan Bruno Nebel (37), der zuletzt geistlicher Leiter der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) mit Sitz in Köln war. Er wird mit Schwerpunkt in Hemmerden und Kapellen eingesetzt und möchte künftig vor allem im Jugendbereich Akzente setzen. "Dort sehen wir Defizite, die ausgeräumt werden sollen", betont Pfarrer Lorenz.

Zum Seelsorge-Team gehört außerdem Diakon Klaus Roginger (38), der in Hemmerden längst kein Unbekannter mehr ist. Neu kommt die Pastoralreferentin Andrea Tigges (34) hinzu. Sie war zuletzt in den Neusser Pfarren Heilig Geist und Christkönig tätig und wird künftig in der Kapellener Clemens-Pfarre eingesetzt. Für die Neukirchener und Hülchrather wird sich nichts ändern: Pastor Heinz-Theo Lorenz bleibt weiterhin im Pfarrhaus von St. Jakobus: "Das heißt aber nicht, dass mich die Kapellener und Hemmerdener nicht zu sehen bekommen", meint der 54-Jährige.

Vor allem die Sitzungen der Gremien - Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat - wird er regelmäßig besuchen, was für ihn jedoch in Zukunft "einen intensiveren Blick in den Terminkalender" bedeuten wird. Was dem Geistlichen besonders am Herzen liegt, ist das "Wir-Gefühl": "Jede Pfarre im Bezirk ist selbständig, aber eine Zusammenarbeit ist wichtig. Dieses Bewusstsein muss wachsen." Das neue Team hat bereits zwei Termine im Visier, an denen sich die Mitarbeiter in den Gemeinden im Rahmen von Gottesdiensten und Empfängen vorstellen werden: In Hemmerden ist der 17. September, in Kapellen der 24. September vorgemerkt.

Artikel vom 11.08.2000
Von Wiljo Piel


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Seelsorgeteam formulierte Wünsche für die Zukunft

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Weitsicht, Hoffnung, Neugier und Kontakt
Hemmerden. Das neue Team des Seelsorgebereiches C "Niedererft" stellte sich jetzt in der Gemeinde St. Mauri, Hemmerden, vor. Dechant Franz-Josef Freericks überreichte den Geistlichen der Gemeinden Neukirchen, Wevelinghoven, Kapellen, Hemmerden und Hülchrath Paddel. Die Festmesse hatte ein Schiff als Symbol für das gemeinsame Leben der fünf Pfarreien zum Thema. Standartenträger der Schützenbruderschaft, Schützen in ihren Uniformen und Pfarrangehörige aller Generationen waren der Einladung der katholischen Kirchengemeinde gefolgt.

Die oben genannten fünf Pfarrgemeinden bilden auf Grund kleiner werdender Gemeinden und des geringen Priesternachwuchses einen Seelsorgebereich, der eventuell in einen Pfarrverband münden wird. Gemeinsam zelebrierten Diakon Klaus Roginger, Kaplan Bruno Nebel, Pastor Heinz Theo Lorenz und Pastor Gerhard Kullmann die heilige Messe. Die Gemeindereferentinnen Maria Moormann und Andreas Tigges nannten die Anfangsbuchstaben jeder Gemeinde und verbanden diese mit ihren Wünschen für die gemeinsame Zukunft. Das W von Wevelinghoven steht für Wagnis, Wohlwollen und Weitsicht. Das N von Neukirchen symbolisiere Nahbereich und Neugier. H wie Hülchrath vertritt die Hoffnung.

K wie Kapellen übernimmt die Bereiche Kirche, Kontakt und Kommunikation. Und H wie Hemmerden ist für das Hören auf alle, Halt-Geben und Hände-Reichen verantwortlich. Diakon Klaus Roginger berichtete von Veränderungen in der Hemmerdener Gemeinde. Viele Pfarrangehörige fragten sich, ob die heilige Messe bestehen bleibe und ob sie als selbständige Pfarrgemeinde weiter existierten oder "geschluckt" würden. Er forderte die Gemeindemitglieder auf, das Positive eines Seelsorge-Teams zu sehen: Jede Gemeinde könne die Fähigkeit von sechs Menschen nutzen und von unterschiedlichen Schwerpunkten profitieren. Die Zusammenarbeit fängt nicht bei Null an.

Die Vertreter der Pfarrgemeinderäte treffen sich bereits seit einigen Jahren. Es gibt gemeinsame Messdienertage, Mitarbeitergottesdienste und Pfarrbriefe. Was noch fehlt, ist ein gemeinsamer Name. Er soll die erfolgreiche Kooperation dokumentieren und die nüchterne Bezeichnung "Seelsorgebereich C Niedererft" ersetzen.

Artikel vom 18.09.2000 (NGZ)


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Abschied von St. Annemie

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Für 1,3 Millionen Mark wurde die Jakobus-Kirche renoviert.
Da das Gotteshaus den Neukirchenern in den vergangenen Monaten nicht zur Verfügung stand, feierten sie ihre Messen im Saal der Gaststätte Wirtz. Am Samstag verabschiedeten sich die Christen um Pastor Lorenz von ihrer Asylkirche, die in Anlehnung an die Gastwirtin liebevoll den Namen' "St. Annemie" erhielt.

Auf dem Weg zur sonntäglichen Messe wurden die Neukirchener Christen in den vergangenen fünf Monaten oft vom Duft von Schnitzel und Pommes Frites begleitet. Im Kirchenraum stand die Muttergottes nicht auf einem Altärchen, sondern auf einer Theke und der Tabernakel auf einem Stehtisch. Pfarrer Heinz-Theo Lorenz erklärt den Grund: „Ab Anfang November konnten in der St. Jakobus-Kirche wegen der fortschreitenden Renovierung keine Gottesdienste mehr gefeiert werden", erklärte Pfarrer Heinz-Theo Lorenz und meinte: "Die Seitenschiffe und das Hauptschiff waren nur noch bedingt zu nutzen“.

Idee während der Messe
Da fiel mein Blick bei einer Messe zufällig auf Frau Wirtz, und ich dachte: „Das ist die Lösung. Denn Annemarie Wirtz besitzt nicht nur eine Gaststätte in unmittelbarer Nähe des Gotteshauses, sondern auch einen großen Saal der früher als das Bürgerhaus von Neukirchen genutzt wurde, jetzt aber seit längerem leer steht."
Kurzerhand zog die gesamte Gemeinde für ihre Gottesdienste in den Gaststättensaal um und feierte dort nicht nur Weihnachten und das Dreikönigsfest, sondern auch Taufen und Goldene Hochzeiten. "Natürlich hatten wir erst Bedenken, wie dieser Raum bei der Gemeinde ankommen würde", erinnert sich Lorenz: „Aber das Ergebnis war sehr positiv." Mit vier kleinen Heizöfen wurde der kalte Saal auf erträgliche Temperaturen aufgewärmt, ein Altar auf die Bühne gestellt, die Theke mit Kerzen geschmückt - und schon konnten die Gottesdienste in "St. Annemie" - augenzwinkernd benannt nach Annemarie Wirtz - fortgesetzt werden. Bei sehr festlichen Angelegenheiten stand allerdings die Hülchrather Pfarrkirche zur Verfügung.

Große Risse vom Erdbeben
Bereits im Sommer des vergangenen Jahres wurde mit der Sanierung von St. Jakobus begonnen: Das Dach war undicht, da es in der Nachkriegszeit wegen Materialmangel nur unzureichend ausgebessert worden war. Ursprünglich sollten nur diese Stellen saniert, die Außenziegel renoviert und die feuchten Wände in einem Seitenschiff trockengelegt werden; Doch als die Arbeiten begannen, zeigte sich erst, wie sanierungsbedürftig das Gotteshaus ist. "Es wurden durchgehende Risse im Gewölbe des Hauptschiffs entdeckt, vermutlich stammen sie von dem Erdbeben", erzählte Pfarrer Lorenz. So musste das Gebäude komplett auf Vordermann gebracht werden.

Die Kirche wurde nachgemauert und neu verputzt, wobei der Dachfirst um zwei bis drei Meter angehoben und unter der Anleitung von künstlerischen Beratern weitere Änderungen vorgenommen wurden. Sie lassen St. Jakobus auch von außen wieder eindrucksvoll aussehen. Das Flachdach der Sakristei wurde durch ein den Türmchen der Kirche angepasstes Zeltdach aus Schieferziegeln ersetzt, und die Außenanlage soll in den nächsten Wochen neu bepflanzt werden. Der Innenraum der ursprünglich romanischen Kirche wurde neu gestrichen, die Fenster neu verbleit und geputzt.

Kosten: 1,3 Millionen Mark
Die Gesamtsanierung von St. Jakobus hat rund 1,3 Millionen Mark gekostet.
Davon übernimmt die Pfarre 230 000 Mark, den Rest zahlt das Erzbistum Köln.


Seit Samstag können die Neukirchener ihre Messen wieder in ihrer frisch renovierten Kirche feiern. Um sich jedoch auch gebührend von ihrer Asylkirche "St. Annemie" zu verabschieden, begann der Gottesdienst am Samstag erst in dem Gaststättensaal mit einigen Liedern, Gebeten und einem Blumenstrauß für die gastfreundliche Wirtin, bevor die Gemeinde geschlossen in die Kirche hinüberwechselte.

Artikel vom 24.2.1997
PeS (NGZ)


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Ist „Jakobus“ zu Kanonen eingeschmolzen worden?

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Zwei Glocken von Sankt Jakobus stammen aus dem 15. Jahrhundert

Schon immer hat der Mensch ein unbeschreibliches Verlangen gehabt, etwas über die Lebensweise und Bauwerke seiner Ahnen in Erfahrung zu bringen. Dabei stieß er aber immer wieder auf Rätsel, die bis heute nicht zu lösen waren. Über die Pyramiden in Ägypten streiten sich noch heute die Experten, wie es möglich war, riesige Steinblöcke zu diesen gewaltigen Bauwerken aufzuschichten. Allerdings ganz so schwer liegt das Problem bei einer Kirche auf der Gemarkung Neukirchen nicht, denn hier vermuten die Fachmänner, dass sie im 11. Jahrhundert nach Christi Geburt erbaut wurde.

Doch hundertprozentig will sich da niemand festlegen. "So ganz genau weiß das aber niemand, denn die Dokumente aus jener Zeit sind sehr spärlich", erläutert Pastor Heinz Lorenz, der für den Kurier in den Archiven von Sankt Jakobus suchte, um Informationen über die sechs Glocken der katholischen Gemeinde zu Tage zu fördern. "Die ersten zwei Glocken stammen aus dem 15. Jahrhundert genauer gesagt aus dem Jahre 1429", weiß der Pfarrer zu berichten, "während die eine Glocke mit dem Namen Jakobus im ersten Weltkrieg von der Wehrmacht eingezogen wurde, hängt die 800 Kilogramm schwere Glocke Maria auch heute noch im Turm der Kirche." Ob Jakobus zu Kanonen oder anderem Kriegsgerät verarbeitet worden ist, wie viele Glocken zu jener Zeit, ist ungeklärt. Wo die zentnerschwere Glocke letztendlich gelandet ist, weiß heute keiner mehr. Ihre Spur verlor sich in den Wirren des Krieges.

Schon 1904 bekamen Jakobus und Maria Gesellschaft in Form einer 1350 Kilogramm schweren, ebenfalls bronzenen Glocke, die mit ihrem gewaltigen Ton noch heute weit über Neukirchen hinaus zu hören ist und auch in der Zukunft noch zu hören sein wird. Denn die schweren gusseisernen "Gefährten" werden noch lange vom Turme schallen, wenn wir längst verblichen sind. Der Einbau dieser schweren Glocke war möglich geworden, nachdem der vormals hölzerne Glockenturm im Jahre 1844 durch einen Bau aus Stein abgelöst worden war.

Der neue - steinerne - Glockenturm bot nun die nötige Stabilität, denn schließlich erzeugen die mächtigen Glocken gewaltige Schwingungen, die genau berechnet und mit der Eigenschwingung des Turms austariert werden müssen, um eine Resonanzkatastrophe, die zum Einsturz des Gemäuers führen könnte, zu verhindern. Denn gleiches ist schon des öfteren in der Geschichte des Turmbaus vorgekommen. Die Neukirchener blieben bisher davon verschont.

Im Ersten Weltkrieg verschwand die Jakobusglocke auf Nimmerwiedersehen. Die Neukirchener munkeln, dass sie für die Rüstungsindustrie geopfert und eingeschmolzen wurde. Ob sie letztendlich als Kanonenrohr fungierte, weiß heute keiner mehr. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die verschwundene Jakobusglocke durch zwei Graueisengussglocken ersetzt. Diese Glocken reichten in ihrem Klang aber nicht an ihre bronzenen Geschwister heran, und man entschloss sich 1965 zu ihrer Erneuerung. Zahlreiche Gutachten wurden erstellt und der Glockenklang beurteilt. In einer dieser Schriften heißt es: " Da die Graueisenglocken in ihrem Klangcharakter keinen Anschluss an die alten Bronzeglocken gefunden haben, wäre ihr Einsatz durch Bronzeglocken zur Erzielung eines musikalisch einwandfreien und kirchenwürdigen Geläutes dringend zu wünschen." 1971 wurde der Wunsch Wirklichkeit.

Eine halbe Ewigkeit dauerte der Amtsweg, bis schließlich zwei neue Bronzeglocken im Turm der Jakobus-Kirche zum Geläut ansetzten. 400 beziehungsweise 580 Kilogramm  bereichern seitdem den Turm, dessen Dachgestühl in einem Aufwand ebenfalls erneuert wurde. „Maria heiß ich, alle Dürre vertreib ich. Im Jahre des Herrn 1429", heißt es auf der ältesten Neukirchener Glocke und die Inschriften einer der neuen Glocken beteuert: "Maria wir vertrauen auf Dich in schwerster Zeit." Angeschlagen werden die Glocken durch ein mechanisches Glockenwerk und nur das kleine "Bimchen" im vorderen Teil des Kirchenschiffs wird von der Küsterin Maria Schmitz noch von der Hand  fünf Minuten vor der Messe  geläutet. Die kleine helle Glocke ist die fünfte im Bunde und rundet das Klangbild durch solistische Einlagen ab.

Über das alte Uhrengeschoß, wo die komplizierte alte Uhrenmechanik steht, gelangt man über Eisenleitern in das zweite Geschoß des Turms, wo eine moderne Elektronikuhr heute für die richtige Zeit auf den Zifferblättern am Turm sorgt. Das dritte Geschoss in knapp 30 Meter Höhe ist das Glockengeschoß, welches Pastor Lorenz durch eine kleine Öffnung im Boden erreichen kann.

So läuten die Glocken von Sankt Jakobus denn auch zu jeder Viertel-, halben und vollen Stunde und natürlich vor der Messe, wie es seit Altersher Tradition ist.

Artikel vom 22.2.1989
Mb (Erft Kurier)


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